Neue Saison, neues Glück oder doch alte Probleme beim SK Stolzenau?
Letzten Sonntag fanden unser Team und der SV Freibauer Wedemark zum 1. Saisonspiel der Saison 26/27 ein. Es sollte eine Revanche für unsere Niederlage zu Gast in Wedemark am 1. Spieltag der letzten Saison geben, doch es ging nicht gut los, da wir krankheitsbedingt leider nur zu siebt waren.
Abgänge hatten wir dieses Jahr mal nicht zu verkraften, neu kommen zum 2. Spieltag dafür Jens Heineking vom SV Warmsen und Horst-Peter Anhalt, vormals SF Hannover und länger vereinslos, zu uns.
Es gab einige schnelle ereignislose Remis in diesem Spiel. Sowohl bei Nils an Brett 3, als auch bei Thomas an Brett 2 und Wolfgang an Brett 4 schien nicht viel los zu sein.
Bei Wolfgang wurden aus der Eröffnung bei einem großen Generalabtausch im Zentrum direkt so gut wie alles abgetauscht und so wurde nach 18 Zügen Remis vereinbart.
Thomas kam leider nicht gut aus der Eröffnung, nachdem er beschloss am Damenflügel forsch mehr Raum zu nehmen. Er konnte allerdings danach auch alles abtauschen und so endete diese Partie nach 23 Zügen ebenfalls Remis.
Nils hatte gegen den Stonewall seines Gegners mit schwarz wahrscheinlich stets die etwas angenehmere Stellung, doch fand kein durchkommen und so wurde auch diese Partie nach 22 Zügen Remis.
Wie gesagt verloren wir an Brett 8 kampflos, also lagen wir zurück.
Sergios Partie war interessant, sein Gegner versuchte in einem Abtausch Französisch am Damenflügel vorzupreschen, allerdings verteidigte Sergio dies sauber. Zwischendurch findet die Engine einen Weg zum Vorteil für Sergio, als er diesen allerdings nicht findet einigen sich die Spieler nach 22 Zügen auf ein Remis in ausgeglichener Stellung.
Bleiben noch Jochen, Rainer und ich. Leider hab ich an Jochens Partie keine Erinnerungen mehr und kann deshalb nur sagen, dass auch diese beiden recht schnell Remis gemacht haben und so bleiben nach ca. 3 Stunden Spielzeit noch Rainer und ich übrig beim Stand von 3,5:2,5 für Wedemark.
Rainer hatte eine interessante Partie. Früh versuchte sein Gegner am Königsflügelangriff zu starten und ich hatte die Befürchtung, dass es gefährlich werden könnte, doch irgendwie konnte Rainer eine Figur gewinnen. Als ich hier die Stellung sah, sah es für mich aus als könnte Rainer recht problemlos gewinnen, umso schockierender war es, als ich eine halbe Stunde später von Rainer ein Remis Angebot hörte. Sein Gegner hatte noch Angriff übrig und Rainer fand keine Verteidigung gegen die drohenden Matts und musste die Figur zurückgeben für ein ausgeglichenes Endspiel. 3:4, ich spiele noch.
Leider nimmt diese Geschichte des 1. Spieltag kein gutes Ende. Ich geriet früh in eine unangenehme Stellung, nachdem mein Gegner mich schon im 1. Zug überraschte und mir eine Schwäche in meinem Repertoire aufzeigte. Er spielte eine moderne Variante und auch wenn er es nicht perfekt spielte, war es stets unangenehm für mich. Als ich voreilig zu einer Idee hechtete, welche mir den Ausweg zu bringen schien, übersah ich eine taktische Idee, die ich wenig zuvor noch gesehen hatte. Wenn ich meinen Zug stattdessen noch einen Zug vorbereite oder die taktische+strategisch komplizierte Lösung in Form eines Bauernopfers erkenne, habe ich tatsächlich den Ausgleich erzielt, stattdessen muss ich die Dame geben für Turm und Läufer, welches ich allerdings korrekterweise als maximal minimal schlechter einschätzte für mich. Leider fand ich allerdings anschließend nicht den taktisch korrekten Weg gegen den verbliebenen starken Freibauern meines Gegners zu spielen, der mir wahrscheinlich Ausgleich beschert und gebe meinem Gegner stattdessen starke Initiative um seinen Bauern herum, die mich letztendlich die Partie kosten sollte. Ein starkes Qualitätsopfer besiegelte mein Schicksal und so endet der Mannschaftskampf 3:5, also erneut das selbe Ergebnis wie am 1. Spieltag der letzten Saison.
Am 2. Spieltag geht es für uns nach Langenhagen, gerne können wir diese Saison die Punkte aber auch früher holen als letzte Saison und müssen nicht den Katastrophenstart der letzten Saison wiederholen.