Diesmal aus dem Schachklub Stolzenau !!!
Das gesendete Interview gibt es hier als zipfile: radio21
Oder hier direkt als mp3: radio21
Nun ja. Ich war schon ziemlich überrascht über die Mail von Radio21. Eine Anfrage für ein Interview über unseren Verein in der Sendung ‚Vereinsflash‘. Den Sender kannte ich natürlich. Wer so wie ich um die 40 ist, freut sich immer wieder die alten Hits von damals, Slade, Deep Purple und so, im Radio zu hören. Und seit ungefähr 2 Jahren gibt es eben diesen Sender in Garbsen, der genau diese Musik spielt. Zuerst hab‘ ich an einen Scherz gedacht, woher sollten die von uns erfahren haben ? Übers Internet vielleicht ? Naja, auf jeden Fall gibt es den Vereinsflash, war vielleicht doch ernst gemeint.
Da ich über die ganzen Vereinsdetails wenig Bescheid wußte, hab‘ ich erstmal den Vorstand informiert, wie es sich eben gehört. Die Resonanz war: „Wer soll das denn machen ? Du vielleicht, Lutz ?“ Wie das eben so läuft, wenn man im falschen Moment den Finger hebt. „Klar“ hab‘ ich gesagt und mich bein Radio gemeldet. „Wir kommen vorbei“ sagten die, „wo findet man Stolzenau ?“ „Auf der anderen Seite der Weser“ sagte ich und damit war alles klar. Mittwoch um 15 Uhr war Termin im Vereinslokal. Um 14.30 traf ich mich mit unserem Vorsitzenden Frans Moors um noch ein paar Details zu besprechen und ein paar Informationen abzusaugen.
Die Tür hatten wir aufgelassen damit man uns auch findet. Klar das wir noch ein wenig blitzten um die Nervosität zu vertreiben. Der Kaffee war auch schon gekocht. Plötzlich stand ein junges (hübsches) Mädel in der Tür, mit einer Kiste Bier unter dem Arm und sagte „Hallo, bin ich hier richtig ?“ Wir sahen das Bier und sagten einstimmig „Klar doch.“ „Das Bier ist von Härke, die den Vereinsflash sponsorn“ sagte sie. Ach so. Das war also Radio 21. Schnell haben wir uns bekannt gemacht. „Ich bin Frau Meißner, wie das Porzellan.“ „Ich bin Frans Moors“ sagte unser Vorsitzende. „Ach so, wie das Moor, nur mit ’s‘ “ sagte sie. Ich mußte grinsen.
„Wo sind die anderen ?“ fragte ich. Irgendwie hatte ich zumindest noch einen Tontechniker erwartet. Aber wir leben ja schon in der Zukunft, hatte ich vergessen. Sie packte also einen kleinen Minidiscrecorder aus, mit einem riesigen Mikrofon dran. Das hielt sie mir dann auch unverdrossen während des ganzen Interviews dicht unter die Nase, was mich etwas irritierte. Die ganze Zeit überlegte ich, wie lange sie wohl noch durchhält bis ihr Arm lahm wird. Wurde er aber nicht.
Und dann ging’s los. Ich habe alle möglichen Fragen beantwortet. Welche Besonderheiten hat unser Verein, wer kommt zu den Spielabenden, was machen wir da, Alterstruktur, warum ist Schach so interessant, wie lautet die Adresse unserer Homepage … und so weiter und so fort. Das ganze dauerte wohl über eine halbe Stunde (echt !) und sollte schon am nächsten Tag gesendet werden !
Super ! Ich habe alle meine Bekannten über den Sendetermin informiert und am besagten Tag sogar einen Cassettenrekorder mit ins Büro geschleppt. Etwas verspätet ging’s dann los. Täterätääääääää (oder so ähnlich) Härke Pils (tatatataaa) und dann das Interview. Volle 90 Sekunden insgesamt, ein Meilenstein in der Marketinggeschichte des Schachspiels und insbesondere unseres Vereins. Meine Kollegen haben natürlich feixend mitgehört. „You’re the sixty second hero of the day“ meinte mein amerikanischer Kollege grinsend.
Aber ich fand’s trotzdem super. Je öfter über unseren Sport positiv berichtet wird, umso besser. Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt, euren Verein in den Medien zu präsentieren, dann tut es auf alle Fälle.